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Burn Controller – Die SCUF Alternative aus Frankreich

Bei Burn Controller lebt man mit den SCUF ähnlichen Controllern die uralte Fehde zwischen Frankreich und Großbritannien. Es kann ja nicht sein, dass die Briten die erfolgreichsten Controller-Veredler der Welt sind und es Frankreich nicht einmal versucht ihnen diesen Status streitig zu machen. So stellen sich die Gallier der nächsten Großmacht. Das Team von Burn Controllers setzt dabei auf ein ähnliches Konzept wie Scuf Gaming. Es gibt die Möglichkeit den Controller in verschiedensten Farben zu erwerben und auf unterschiedliche Erweiterungen zurück zu greifen. Ob diese dabei mit dem Vorbild und Mitbewerber Scuf Gaming mithalten können, werden wir ebenso ergründen wie die Frage, wie sich Burn Controller im eSport schlagen. Unsere besondere Aufmerksamkeit werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Fabrikate bekommen. So können wir nicht nur bewerten, welche Wahl für euch die richtige ist, sondern auch, wie sich der Burn Controller völlig unabhängig von der Konkurrenz als Edel-Gamepad schlägt.

Burn Controller – Das Hauptaugenmerk auf der Optik?

Burn Controller kann man ebenso umfangreich konfigurieren wie SCUF Controller. Auch Burn Controller verwenden als Grundlage die Standard-Controller von Sony. Als Grundlage werden also beide Standard-Versionen des DualShock 4 genutzt. Dies sollte euch sämtliche Kompatibilitäts-Probleme vom Hals halten. Eure erste Wahlmöglichkeit ist die Front-Farbe des Gamepads. Auffällig ist, dass ihr bereits je nach Farbgebung zwischen Standard-Preis und lackiertem Controller bis zu 40 Euro Aufpreis zahlt. Eine Preisgestaltung, die wir in dieser Form bei keinem anderen Hersteller bisher so gesehen haben. Sollte die Rückseite nun noch eine andere Farbe haben, kommen nochmals satte 14,90 Euro hinzu. Ihr lest richtig: ganze 54,90 Euro für Lackierung der Vorder- und Rückseite. Wir sprechen hier übrigens nicht von Blattgold oder dergleichen. Die Rede ist von einem modernen Totenkopf-Design in roter Farbe. Für weitere 14,90 Euro mehr erhaltet ihr dann erst besonderen Grip für euren Controller, der optisch nicht soviel hermacht, wie der eines SCUF-Controllers.

Burn Controller – Welche technischen Verbesserungen bietet er?

Färben wir den Burn Controller ein und ergänzen etwas mehr Grip kostet uns das bereits 144,70 Euro. Damit liegen wir bereits über den Preisen des Nacon Revolution– (109 Euro) und Xbox One Elite-Controllers (130 Euro) und haben noch keine technische Verbesserung gesehen. Für 9,90 Euro erhalten nun die Action-Buttons eine neue Farbe und wir kommen zur ersten Erweiterung, die nicht optischer Natur ist: Die Paddles.

Von denen lassen sich zwei an der Rückseite des Controllers befestigen. Sie wirken jedoch nicht besonders hochwertig. Alternativ zu den Paddles könnt ihr auch eine Paddle-Spinne an die Unterseite des Pads setzen lassen, die die Optik zwar leicht verändert, aber auf den ersten Blick spielerisch sicherlich keinen Vorteil liefert. Für 39,90 Euro gibt es die Spinne, für günstigere 32,90 Euro die Standard-Paddles. So kommen wir bereits auf fast 200 Euro. Anschließend habt ihr die Chance für 7 Euro die X und O Belegung der PlayStation-Version zu tauschen.

Burn Controller – Das war es noch nicht ganz!

Wie bei den Konkurrenten könnt ihr die Option erwerben, die Belegung eurer Paddles selbst im Nachhinein zu ändern. Bei SCUF Gaming kostet dies einen Aufpreis von 25 Euro. Burn Controller berechnet nur zehn Euro-Cent weniger. Für die Farbe der Stick-Grundlagen zahlt ihr maximal 2,50 Euro Aufpreis, wobei beim französischen Spielgerät im Nachhinein nur die Scheibe des Thumb-Sticks getauscht wird, während die Verankerung im Controller fix bleibt. Den Nachteil sehen wir lediglich, wenn die Grundlage des Sticks abgenutzt ist. Ansonsten ist dieser Ansatz durchaus interessant. Die Aufsätze der Sticks sind in zwei verschiedenen Optionen erhältlich.

Die erste ist im Design von Current- oder Last-Gen-Controllern und kostenlos. Bei der zweiten handelt es sich um Burn Controller-Aufsätze. Die drei Burn Controller-Aufsätze, die Länge und Design der Sticks ändern, kosten je Seite ebenfalls zwei Euro Aufpreis. Neue Wege geht man beim D-Pad. Für 9,90 Euro mehr könnt ihr nämlich dort Thumb-Stick-Kappen anbringen. Keine schlechte Idee, die sich jedoch in der Praxis beweisen muss.

Burn Controller – Ein rundum sorglos Paket?

Burn Controller verfolgen für ähnliche Preisregionen wie beim SCUF Controller eine ganz andere Strategie. Das Unternehmen fängt bei einem niedrigeren Preis an und nimmt dafür an allen Ecken und Enden mehr Geld für die Erweiterungen. Dabei wird nicht, wie beim SCUF Controller, auf Präzision und Genauigkeit gesetzt. Erstes Augenmerk ist ohne jede Frage die Optik. Natürlich bietet man Paddles oder besondere Thumb-Stick-Längen an, aber auch die dafür notwendigen Kappen scheinen mehr nach optischen Gesichtspunkten gestaltet zu sein. Die Paddles können durch eine trendigere Paddle-Spinne aufgewertet werden, wobei besserer Nutzen an der Stelle fragwürdig bleibt und wahrscheinlich von Anwender zu Anwender unterschiedlich beliebt ist.

Das, was am meisten aufstößt, ist jedoch die Tatsache, dass bei den Triggern überhaupt nicht angesetzt wurde. Eine Tatsache, die für den eSportler von heute einfach untragbar ist. Damit disqualifiziert sich der Controller als Pro-Gamer-Controller. Der Weg der Trigger kann genau so wenig begrenzt werden, wie der Widerstand angepasst.

Warum hat es der Burn Controller auf dem Markt schwer?

Aufgrund der zuvor genannten Gründe empfiehlt sich der Burn Controller nicht wirklich für Pro-Gamer. Das ist wahrscheinlich einer der Gründe, warum 90% aller Pro-Gamer den SCUF Gaming Controller als Arbeitsmittel wählen. Die Amerikaner und Briten der besseren Alternative Scuf Gaming haben sich von Anfang an die Zufriedenheit der eSportler an die Fahne geschrieben und bieten Dinge wie ausgefallene Optik und das exklusive Äußere als Nebenprodukte, die sie sich gut bezahlen lassen. Der Hauptaugenmerk liegt jedoch in der Präzision und Reaktions-Geschwindigkeit. Was für Pro-Gamer nicht von Nutzen ist, wird auch nicht eingebaut. Für alles andere wird nach Perfektion geforscht. Nur so kommt es, dass das Unternehmen unzählige Patente eingetragen hat.

Gamer, die somit die Entscheidung haben einen über 200 Euro teuren Controller zu kaufen, überlegen es sich genau, ob sie einen tollen Pro-Gamer Controller mit unzähligen Designvariationen wählen oder einen Burn Controller, der toll und hochwertig aussieht und versucht auch etwas vom Kuchen abzubekommen, aber für eSportler eben nicht das ganze Programm bietet. Gerade deswegen hätte man erwarten können bei SCUF Alternativen auch gut etwas sparen zu können. Dies ist jedoch leider nicht Fall.

Wer sollte zum SCUF ähnlichen Burn Controller greifen?

Aus Qualitäts-Gesichtspunkten fällt es fast schwer eine Empfehlung für den Burn Controller auszusprechen. Natürlich hat er dank DualShock 4-Grundlage und Paddles mehr auf Lager als der unmodifizierte Standard-Controller. Als wahre eSport-Unterstützung fällt er jedoch aufgrund der fehlenden Trigger-Überarbeitung, der teuren Preisgestaltung und der allgemeinen Fixierung aufs Optische weg. Solltet ihr Optik jedoch über alles andere Stellen und der Burn Controller ein Design bieten, das ihr in gleicher Schönheit bei keinem der Konkurrenz-Hersteller findet, macht ihr auch an dieser Stelle nichts falsch. Französische Patrioten, die generell sämtliche Produkte aus britischer Produktion verteufeln, werden sicherlich weiter zum Produkt ihres Heimatlandes greifen.

Für heimische Kunden gibt es mittlerweile neben SCUF Gaming auch günstigere Alternativen von Nacon, Razer und Microsoft, die optisch weniger zu bieten haben aber dafür an Features mehr auf Lager haben als der Burn Controller. Artikel und Testberichte dazu findet ihr auf unserer Webseite im jeweiligen Untermenü. Abschließend zu bemängeln ist die Tatsache, dass das Unternehmen trotz Mehrsprachigkeit der Webseite es nicht geschafft hat seine AGB in deutscher oder wenigstens englischer Sprache zu übersetzen. Für ein Unternehmen, dass so viele Jahre am Markt ist, sind Bestellungen gerade für Ausländer sehr intransparent. Wir konnten trotzdem herausfinden, dass sich die Garantie der Burn Controller nur auf 3 Monate beläuft. Wer Interesse an einem Burn Controller hat, findet den Shop des Herstellers hier.